2 Euro Erasmus Programm 2022

Mit der 2 Euro Sonderausgabe zum 35-jährigen Bestehen des Erasmus-Programms ist es endlich so weit. Die Euroländer geben (endlich) die mit Spannung erwartete fünfte Gemeinschaftsausgabe heraus. Dabei sollte das Motiv der Ausgabe viel Anklang finden.

2 Euro Erasmus-Programm 2022

Erasmus-Programm

Mit dem Erasmus-Programm wird vor allem die allgemeine und die berufliche Bildung gefördert. Aber auch Sport und Jugend stehen im Fokus. Gerade unter Studierenden ist das Erasmus-Programm sehr bekannt, da es ihnen Auslandsaufenthalte während ihres Studiums ermöglicht. So haben sie während ihres Aufenthaltes die Möglichkeit, andere Kulturen und Länder kennenzulernen, ohne das eigene Studium unterbrechen zu müssen. Und das ist nicht nur für die persönliche Entwicklung gut, sondern schont auch den Geldbeutel.

Mitgliedstaaten

An der Erasmusförderung beteiligen sich nicht nur die Staaten der Europäischen Union (EU), sondern auch Island, Liechtenstein und Norwegen sowie die Schweiz und die Türkei. Somit bestehen hier vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Förderung junger Menschen, selbstverständlich auch außerhalb der Länder, die den Euro als Bargeld eingeführt haben.

2 Euro Erasmus Sonderausgabe

Auch die fünfte Gemeinschaftsausgabe der Euroländer zeichnet sich durch ein einheitliches Münzdesign aus. Es wurde über eine europaweite öffentliche Ausschreibung als Sieger einer Abstimmung ausgewählt. Selbstverständlich unterscheiden sich die nationalen Münzen dennoch im Detail. So tragen die Sonderausgaben die unterschiedlichen Ländernamen. Insgesamt werden 23 Varianten erwartet, darunter natürlich die 5 Varianten aus Deutschland mit den unterschiedlichen Prägestätten.

Beteiligte Eurostaaten an der 2 Euro Ausgabe

Für die 5. Gemeinschaftsausgabe haben die folgenden Länder ihre Mitarbeit zugesagt. In Klammern finden Sie die voraussichtlichen Auflagezahlen. Dagegen findet die Bewertung der Münzen auf den jeweiligen Länderseiten statt. Für den gesamten Satz müssen Sammler etwa 200 Euro investieren, was vor allem den seltenen Ausgaben aus den Niederlanden und Malta zu verdanken ist. Alleine schon die maltesische Version wird schon zum Verkaufsstart um die 80 Euro gehandelt.

  • Belgien (1 Million Stück)
  • Deutschland (20 Millionen Exemplare, verteilt auf die 5 Prägestätten A, D, F, G und J)
  • Estland (1 Million Stück)
  • Finnland (nur 400.000 Exemplare, Erstverkaufspreis daher über 5 Euro)
  • Frankreich (3,5 Millionen Stück; für Frankreich eine eher niedrige Auflage, aber noch ausreichend groß für moderate Preise)
  • Griechenland (750.000 Stück)
  • Irland (500.000 Exemplare)
  • Italien (3 Mio. Stück)
  • Lettland (nur 300.000 St., Erstverkaufspreis eher um die 4 Euro)
  • Litauen (nur 300.000 Exempl., Erstverkaufspreis eher um die 4 Euro)
  • Luxemburg (nur 250.000 Stück, Verkaufspreis ab 8 Euro)
  • Malta (ACHTUNG: nur etwa 65.000 Exemplare, daher oft bereits zum Verkaufsstart um die 80 Euro)
  • Niederlande (rund 600.000 Stück, auch eher niedrige Stückzahl, Verkaufspreis startet um die 25 Euro)
  • Österreich (1 Million Exemplare)
  • Portugal (500.000 Exempl.)
  • Slowakei (1.000.000 Stück)
  • Slowenien (1 Mill. Stück)
  • Spanien (nur 1 Million Exemplare, für Spanien eine eher niedrige Auflage, leicht erhöhte Erstverkaufspreise erwartet)
  • Zypern (400.000 Stück, Verkaufsstart wohl nicht unter 4 Euro)

Leider fehlen auch dieses Mal wieder die Kleinstaaten. Von diesen hatte sich bisher nur San Marino an einer Gemeinschaftsausgabe der Eurozone beteiligt. Allerdings haben die Länder die Auflagezahlen teilweise deutlich reduziert, was insgesamt höhere Preise erwarten lässt. Und im Dezember 2022 ist dann mit der seltenen Ausgabe aus Malta der Erasmus-Satz dann auch komplett. Da es sich dabei um eine echte Seltenheit handelt, müssen Münzensammler für diese Rarität tief in die Tasche greifen.

Ausgabe der 2 Euro Sondermünzen zum Erasmus-Programm

Inzwischen ist die Ausgabe der Münzen im Jahr 2022 in der zweiten Jahreshälfte weitgehend abgeschlossen. Sammler warten Mitte November noch auf die Ausgabe aus Malta, die aufgrund ihrer kleinen Auflage ohnehin für Münzsammler zur teuren Angelegenheit wird. Mit der 2 Euro Erasmus-Programm-Sondermünze schließt sich die 5. Gemeinschaftsausgabe an die bisherigen vier der Eurozone an:

2007: Römische Verträge

2009: Wirtschafts- und Währungsunion

2012: Einführung des Euro-Bargelds

2015: Europaflagge

Bleibt zu hoffen, dass die 2 Euro Münze zum 35-jährigen Bestehen der Erasmusförderung ein ähnlicher Erfolg wird wie die vorangegangenen Ausgaben, auch wenn sicherlich nicht jeder die Geldpolitik der EZB derzeit unterstützt.

Zur Bedeutung des Erasmus-Programms

Das Erasmus-Programm ist ein Austauschprogramm für Studierende, das von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde. Es ermöglicht Studierenden, für einen begrenzten Zeitraum an einer ausländischen Universität zu studieren oder ein Praktikum in einem Unternehmen im Ausland zu absolvieren. Das Programm wurde 1987 ins Leben gerufen und hat seitdem mehr als fünf Millionen Studierende in ganz Europa erreicht.

Die Vorteile des Erasmus-Programms sind vielfältig. Studierende können ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern, interkulturelle Kompetenzen erwerben, neue Freundschaften schließen und ihr Studium um wertvolle Erfahrungen ergänzen. Darüber hinaus ist ein Auslandsaufenthalt oft eine wertvolle Ergänzung für den Lebenslauf und kann den späteren Berufseinstieg erleichtern.

Das Erasmus-Programm bietet den Studierenden auch finanzielle Unterstützung, die ihnen hilft, die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Reisen zu tragen. Die Höhe des Zuschusses hängt vom Zielland und der Dauer des Aufenthalts ab. Darüber hinaus gibt es oft auch zusätzliche Stipendien für Studierende mit besonderen Bedürfnissen, wie zum Beispiel Studierende mit Behinderungen oder Studierende aus finanziell schwächeren Familien.

Die Bewerbung für das Erasmus-Programm erfolgt in der Regel über die eigene Universität. Dort kann man sich über die verfügbaren Austauschplätze und die Bewerbungsfristen informieren. In der Regel ist eine bestimmte Anzahl von Plätzen pro Jahr verfügbar, daher empfiehlt es sich, sich frühzeitig zu bewerben.


Erasmus-Programm: Europas Weg zur Bildungsvielfalt

Das Erasmus-Programm, benannt nach dem niederländischen Gelehrten Desiderius Erasmus, ist eine der herausragenden Initiativen der Europäischen Union (EU), die die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal fördert. Seit seiner Einführung im Jahr 1987 hat das Erasmus-Programm eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen und einen tiefgreifenden Einfluss auf die Bildungslandschaft in Europa und darüber hinaus ausgeübt. In diesem ausführlichen Artikel werden wir die Geschichte, Ziele, Erfolge und die Zukunft des Erasmus-Programms genauer unter die Lupe nehmen.

Die Ursprünge des Erasmus-Programms

Das Erasmus-Programm wurde erstmals 1987 eingeführt und ist Teil des weitreichenden EU-Programms für lebenslanges Lernen. Es wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die europäische Integration durch Bildung zu fördern und die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal innerhalb Europas zu unterstützen. Das Programm ist nach dem berühmten Humanisten und Gelehrten Desiderius Erasmus von Rotterdam benannt, der im 16. Jahrhundert durch sein Wirken zur Verbreitung des humanistischen Gedankenguts einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Kultur leistete.

Die Ziele des Erasmus-Programms

Das Erasmus-Programm verfolgt eine Vielzahl von Zielen, die die Bildung in Europa stärken und erweitern sollen:

  • Förderung der Mobilität: Das Erasmus-Programm ermöglicht es Studierenden, an Partnerhochschulen im europäischen Ausland zu studieren und Praktika zu absolvieren. Dies fördert die interkulturelle Kommunikation und das Verständnis und ermöglicht den Studierenden, verschiedene Bildungssysteme und -ansätze kennenzulernen.
  • Qualitätsverbesserung: Erasmus fördert die Zusammenarbeit zwischen europäischen Hochschulen und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Studiengänge und -programme. Dies trägt zur Verbesserung der Bildungsqualität bei und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Hochschulen.
  • Stärkung der europäischen Dimension in der Bildung: Das Programm fördert die europäische Identität und den kulturellen Austausch durch die Anerkennung und Förderung der Vielfalt der europäischen Sprachen und Kulturen.
  • Förderung der Beschäftigungsfähigkeit: Durch die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, verbessern die Teilnehmer des Erasmus-Programms ihre Beschäftigungsfähigkeit und haben bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Der Erfolg des Erasmus-Programms

Seit seiner Einführung hat sich das Erasmus-Programm zu einem wahren Erfolgsgeschichte entwickelt. Hier sind einige beeindruckende Statistiken, die den Erfolg des Programms unterstreichen:

  • Im Jahr 2019 nahmen über 900.000 Studierende an Erasmus-Austauschprogrammen teil, und mehr als 300.000 Hochschulangestellte nutzten die Mobilitätsmöglichkeiten des Programms.
  • Das Erasmus-Programm hat sich im Laufe der Jahre erheblich erweitert und umfasst mittlerweile fast 40 Länder, darunter die 27 Mitgliedstaaten der EU sowie weitere europäische Länder.
  • Die finanzielle Unterstützung, die im Rahmen des Erasmus-Programms bereitgestellt wird, ist beträchtlich. Im Jahr 2021 stehen über 3 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zu unterstützen.
  • Das Erasmus-Programm hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Mobilität von Studierenden, sondern auch auf die Qualitätsverbesserung von Bildungseinrichtungen. Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen wurde gestärkt, und gemeinsame Studiengänge sind weit verbreitet.

Die Zukunft des Erasmus-Programms

Das Erasmus-Programm ist nach wie vor von großer Bedeutung für die europäische Bildungslandschaft. Die EU hat ehrgeizige Pläne, das Programm weiter auszubauen und zu verbessern. Hier sind einige der Ziele für die Zukunft:

  • Erasmus+: Das Erasmus-Programm wird im Rahmen des neuen Programms „Erasmus+“ weitergeführt und erweitert. Dieses Programm soll nicht nur die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal unterstützen, sondern auch die Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung und des Jugendsektors fördern.
  • Inklusivität und Diversität: Die EU setzt sich dafür ein, das Erasmus-Programm noch inklusiver zu gestalten. Es sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Teilnahme von Menschen mit Behinderungen, benachteiligten Gruppen und Personen aus sozial schwächeren Schichten zu fördern.
  • Digitale Transformation: Das Erasmus-Programm wird die digitale Transformation in der Bildung vorantreiben, indem es die Verwendung von Online-Ressourcen, digitalen Tools und E-Learning fördert.
  • Klimaneutralität: Die EU verfolgt das Ziel, das Erasmus-Programm klimaneutral zu gestalten. Dies beinhaltet Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Zusammenhang mit Mobilität und Reisen.

Fazit zum Erasmus-Programm

Das Erasmus-Programm ist zweifellos eine der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten der europäischen Bildungspolitik und damit zurecht als 2 Euro Sondermünze gewürdigt. Es hat dazu beigetragen, die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zu fördern, die Qualität der Bildungseinrichtungen zu verbessern und die europäische Zusammenarbeit zu stärken. Die Zukunft des Programms sieht ebenso vielversprechend aus, da die EU weiterhin in die Bildung und die europäische Identität investiert. Mit Erasmus wird Bildung zu einem Weg, um die kulturelle Vielfalt und die Einheit Europas zu feiern.

Zuletzt aktualisiert am durch Prof. Dr. Stefan Georg

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