2 Euro Europaflagge 2015 – Der Wert von Sondermünzen und Gedenkmünzen

2015 erscheint mit der Europaflagge bereits die vierte Gemeinschaftsserie von 2 Euro Gedenkmünzen der Euro-Mitgliedsstaaten. Denn die Flagge feiert im Jahr 2015 ihr 30-jähriges Jubiläum. Dabei steht sie als Symbol für die Gemeinschaft, die innerhalb der EU gelebt werden soll. Da in der Zwischenzeit die Zahl der Euroländer weiter gestiegen ist, wächst auch die Zahl der beteiligten Länder kontinuierlich an. Erstmals umfasst dieser Satz sogar 23 Münzen, wenn man aus Deutschland alle 5 Prägestätten zur 2 Euro Europaflagge berücksichtigt. Aber auch der auf eine Prägestätte verkürzte Satz beinhaltet dann immer noch 19 Exemplare. Folglich handelt es sich um die bisher umfangreichste Münzausgabe.

Europaflagge 2015 2 Euro Belgien

Übrigens: die Europaflagge setzt sich aus einem Kranz von zwölf goldenen fünfzackigen Sternen zusammen, die eigentlich auf azurblauem Hintergrund zu sehen sind. Allerdings ist dieser Hintergrund ist auf der Münze nicht farbig dargestellt. Ursprünglich wurde die Europaflagge im Jahr 1955 vom Europarat als dessen Flagge eingeführt. Schließlich wurde sie im Mai 1986 als Symbol für alle Institutionen der Europäischen Gemeinschaften festgelegt. Und bis heute steht sich für die Zusammengehörigkeit der Länder.

Der komplette Satz von 23 Münzen inklusive der fünf deutschen Ausgaben kann für etwa 80 Euro im Handel erworben werden, ohne die deutschen Münzen liegt der Preis bei etwa 70 Euro.

Die 2 Euro Münzen Europaflagge im Überblick

    • Belgien: 412.500 Exemplare (oben im Bild)
    • Deutschland: 30 Mio. Exemplare von insgesamt 5 Prägestätten
    • Estland: 350.000 Exemplare
    • Finnland: 500.000 Exemplare
    • Frankreich: 4 Mio. Exemplare
    • Griechenland: 750.000 Exemplare
    • Irland: 1 Mio. Exemplare
    • Italien: 1 Mio. Exemplare
    • Lettland: 1 Mio. Exemplare
    • Litauen: 750.000 Exemplare
    • Luxemburg: 500.000 Exemplare
    • Malta: 300.000 Exemplare (kleinste Auflage dieser Serie)
    • Niederlande: 1 Mio. Exemplare
    • Österreich: 2,5 Mio. Exemplare
    • Portugal: 520.000 Exemplare
    • Slowakei: 1 Mio. Exemplare
    • Slowenien: 1 Mio. Exemplare
    • Spanien: 4 Mio. Exemplare
    • Zypern: 350.000 Exemplare

Die Werte der Einzelmünzen sind den entsprechenden Ländern zugeordnet. Beispielhaft sind die Münzen Deutschlands zusätzlich nach den 5 Prägestääten unterschieden. Auf diese Weise wird den Interessen vieler Sammler Rechnung getragen. Diese sammeln die Münzen länderweise. Dazu sortieren sie auch die Gemeinschaftsausgaben in die jeweilige Ländersammlung ein.

Besonders auffällig sind die kleinen Stückzahlen von Ländern wie Estland, Malta und Zypern mit Auflagezahlen unterhalb von 400.000 Exemplaren. Folgerichtig werden diese auch häufig etwas höher gehandelt als die anderen Münzen. Im Vergleich dazu sind insbesondere die Stückzahlen der Euromünzen aus Deutschland sehr hoch. Allerdings weicht Deutschland in der Regel auch von seiner 30 Millionen-Auflage auch nicht ab. Somit ist dauerhaft ein deutliches Preisgefälle zwischen den einzelnen Ausgaben zu erwarten.

Sicherlich wird diese vierte Gemeinschaftsserie nicht die letzte bleiben, die alle Eurostaaten gemeinsam herausgeben. Im Unterschied zur vorangegangenen Reihe fehlt allerdings dieses Mal der Kleinstaat San Marino wieder. Ohnehin haben sich die anderen Euro-Kleinstaaten Monaco, Vatikan und Andorra noch nie an einer Gemeinschaftsausgabe beteiligt. Allerdings ist derzeit auch nicht zu erwarten, dass sich daran etwas ändert. Schließlich ist vor allem die Ausgabepolitik Andorras ein wenig undurchsichtig.