2 Euro Fehlprägungen

Wenn Fehler Gold – nein Geld – wert sind…

Wer hätte das gedacht: Fehler können manchmal tatsächlich Gutes bringen – im Zusammenhang mit Euro-Münzen jedenfalls. Für Münzen mit falscher Prägung legen Sammler oft ein Vielfaches des Werts hin, den die Stücke als normale Zahlungsmittel innehaben. Beispiel: Eine 1-Cent-Münze, deren Rand fehlerhaft ist, kann dir mitunter ein beachtliches Taschengeld von 60 bis 70 Euro bescheren. Unglaublich, aber wahr.

Dieser Beitrag informiert über mögliche Fehlerarten und liefert mehrere Beispiele für Euro-Münzen, die sich für gutes Geld verkaufen oder versteigern lassen.

5 potenzielle Fehlprägungen bei Euro-Münzen

Es gibt eine ganze Reihe von Fehlervarianten, die Euro-Münzen für Sammler interessant und für Verkäufer lohnend machen. Beispielhaft seien fünf davon im Folgenden kurz vorgestellt.

Mögliche Fehlprägung #1: „Alte Landkarte“

Der Klassiker der Fehlprägungen ist die sogenannte „Alte Landkarte“. Durch die EU-Osterweiterungen in den Jahren 2004 und 2007 musste die auf der Vorderseite von Euro-Münzen abgebildete Europakarte angepasst werden. Bis 2005 (erste Erweiterung) beziehungsweise 2008 (zweite Erweiterung) sollten alle neu geprägten Münzen die erweiterte Karte präsentieren. Doch es kam anders.

Manche Länder prägten ihre Euro-Münzen nach wie vor mit der alten Landkarte und bemerkten den Fehler zu spät, sodass die Stücke in Umlauf geraten sind.

Tipp: Wer in seiner Geldbörse ein 20-Cent-Stück entdeckt, das in Deutschland geprägt wurde und aus dem Jahr 2008 stammt, sollte einen genauen Blick darauf werfen. Zeigt die Münze die alte Landkarte, stehen die Chancen gut, das Stück für das Hundertfache oder noch mehr an begeisterte Sammler verkaufen zu können.

Mögliche Fehlprägung #2: Falsches Format

Kommt ein 5-Cent-Rohling urplötzlich mit einer 20-Cent-Prägung daher, ist irgendwas faul. Ja, solche Fehler unterlaufen europäischen Prägestätten hin und wieder. Mitunter sieht man auch 1-Euro-Prägungen auf 50-Cent-Rohlingen oder sonstige Irrtümer in Bezug auf das Zusammenspiel von Format und Prägung.

Mögliche Fehlprägung #3: Stempeldrehung

Des Weiteren sind bereits Euro-Münzen in Umlauf gekommen, die auf der Vorder- und auf der Rückseite unterschiedliche Stempelrichtungen aufweisen. Heißt beispielsweise, dass die Motivseite im Vergleich zur Front um 180 Grad gedreht ist – wie etwa bei den 10-Cent-Münzen aus Deutschland von 2002, auf denen das Brandenburger Tor quasi verkehrt herum erscheint.

Mögliche Fehlprägung #4: Materialfehler

Das Eisen von 1-, 2- und 5-Cent-Stücken muss komplett mit Kupfer überzogen sein. Man spricht dabei von „plattierten Münzen“. Nun gibt es allerdings auch 1-, 2- und 5-Cent-Stücke, die nur unvollständig oder gar nicht plattiert sind. Sie erfreuen sich bei Sammlern ebenfalls großen Zuspruchs.

Mögliche Fehlprägung #5: Falscher Rand

Es ist klar festgelegt, welche Euro-Münze welchen Rand haben soll. Diese Versionen existieren:

– glatt

– wellig

– geriffelt

– glatt und geriffelt

– glatt und gerillt

– glatt und eingekerbt

In der Regel kommt natürlich jede Münze mit dem ihr grundsätzlich zugewiesenen Rand daher. Doch manch ein Stück tanzt aus der Reihe. Exemplarisch seien 10-Cent-Münzen aus Frankreich erwähnt, die statt eines Wellenrandes einen Riffelrand darbieten.

Münzen mit Fehlprägungen als Verkaufsobjekte

Euro-Münzen mit den erwähnten und einigen anderen Fehlprägungen fungieren ohne Zweifel als lukrative Verkaufsobjekte. Sammler sind oft bereit, vergleichsweise viel Geld für die so seltenen, außergewöhnlichen Geldstücke auszugeben. So können etwa aus zwei Cent sehr schnell 60 Euro oder noch mehr werden.

Hinweis: Alle Details zu Euro-Münzen mit Fehlprägungen und Tipps zum Verkauf entsprechender Geldstücke findest du im eBook „Wertvolle Euro-Münzen – wie aus deinem Kleingeld ein ganzer Monatsverdienst wird“. Der umfassende Ratgeber klärt zudem über weitere Besonderheiten auf, die Euro-Münzen extrem kostbar machen können, und nennt über 100 konkrete Beispiele. Hier gibt es eine kostenlose Variante, den 2 euro münzen wert festzustellen.

Fazit

Fakt ist: Fehlerhafte Euro-Münzen sind nichts, was man einfach übersehen, übergehen oder gar wegwerfen sollte. Sie haben das Potenzial, zu attraktiven Preisen verkauft zu werden.